Aschaffenburger KulturTage 2026 – Fünf Murals im Stadtteil Damm
Aus fünf unscheinbaren Fassaden wurden fünf Kunstwerke!
Der geschichtsträchtige Stadtteil Damm, der im Jahr 2026 sein 125-jähriges Jubiläum feiert, ist um fünf großformatige Kunstwerke reicher. Im Rahmen der diesjährigen Aschaffenburger Kulturtage haben fünf renommierte Künstler großformatige Wandbilder auf Fassaden der Stadtbau Aschaffenburg realisiert – ein beeindruckendes Gemeinschaftsprojekt der Musik-, Kunst- und Kulturinitiative Aschaffenburg e. V. (Kuttercrew.de) und der Stadtbau Aschaffenburg, tatkräftig unterstützt durch das Kulturamt Aschaffenburg.
Bei der Auswahl der Künstler legten die Organisatoren bewusst Wert darauf, möglichst unterschiedliche künstlerische Handschriften zusammenzubringen – vom fotorealistischen Porträt über abstraktes Stylewriting bis hin zur detailreichen Illustration. Alle Arbeiten entstanden als völlig freie Werke, ganz ohne inhaltliche Vorgaben und ohne vorab eingereichte Entwürfe. Während der mehrtägigen Malaktion hatten Anwohner und Besucher die einmalige Gelegenheit, den Künstlern direkt über die Schulter zu schauen und die Entstehung der Werke hautnah mitzuerleben.
Für die optimale Vorbereitung und den langfristigen Schutz der unterschiedlichen Fassadenuntergründe fiel die Wahl auf die bewährten Produkte P409 SuperSilicon und P444 Rissgrund FX. Dank ihrer leistungsstarken Produkteigenschaften schaffen sie die Grundlage für langlebige und witterungsbeständige Kunstwerke auf rund 610 Quadratmetern Fassadenfläche.
Die Künstler und ihre Werke im Detail

AKUT (Schneidmühlweg 62):
Der Berliner Künstler Falk Lehmann schuf er mit „What if no one had to hide who they are?“ eines der inhaltlich stärksten Werke der Aktion. Das Wandbild zeigt das fotorealistische Porträt eines Kindes, unter dessen Augen Tränen in Regenbogenfarben fließen – ein eindrucksvolles Statement über Sichtbarkeit, Identität und menschliche Vielfalt.

MR.WOODLAND (Boppstraße 12):
Daniel Westermeier verbindet figürliche Malerei mit markanten grafischen Fragmenten. Er setzte das Motto der Aschaffenburger Kulturtage „Schere. Stein. Papier.“ in seinem Mural um: Die Schere ist sofort erkennbar, während Sneaker über der Schulter der Figur aufgeladene Lasten symbolisieren. Für Aufsehen sorgte seine präzise Arbeitsweise, bei der er die Wand vorab mit einem exakten Doodle-Raster als Referenzsystem überzog.

HORST (Paulusstraße 28):
Der Stuttgarter Writer und Organisator des PFFFESTIVALS gilt als einer der faszinierendsten Protagonisten der internationalen Stylewriting-Szene. Seine abstrakte Arbeit greift klassische Graffiti-Elemente auf und interpretiert sie völlig neu – geprägt von absoluter Klarheit, Rhythmus und einem starken grafischen Gespür.

JEROO (Schillerstraße 101):
Christoph „JEROO“ gestaltete die größte Wand dieser Runde. Sein Motiv – ein Pfau in kraftvollen Farben mit typischen grafischen Elementen – verbindet die expressive Wucht von Graffiti mit feinen Einflüssen des Jugendstils und schlägt so eine harmonische Brücke zu den majestätischen Vögeln im nahegelegenen Schöntalpark.

Marc Robitzky (Bernhardstraße 27):
Der in Aschaffenburg lebende Illustrator widmete sein Motiv dem Jubiläum „125 Jahre Stadtteil Damm“ sowie der lokalen Identität. Die großformatige Illustration zeigt ein Mädchen beim Fahrradfahren lernen: mit einem Fuß lenkend und ausgebreiteten Armen, während der aufmerksame Blick des Vaters im Hintergrund den gelungenen Bogen zwischen sicherem Schutz und dem Loslassen spannt.





Begleitprogramm und Resonanz
Besonders erfreulich war das große Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Herzlichkeit, mit der sie den Künstlern begegneten. Rund um die entstehenden Wandbilder entwickelten sich zahlreiche Gespräche und Begegnungen, die durch ein begleitendes Mieterfest der Stadtbau Aschaffenburg zusätzlich gestärkt wurden.
Wie viel die positive Resonanz vor Ort für das Projekt bedeutet, bringt Organisator Markus Christl treffend auf den Punkt:
„Kurz bevor die diesjährigen Murals gestartet sind – also in der Zeit, in der der Orga-Stress am höchsten war – habe ich mich mal wieder gefragt, warum ich mir das eigentlich immer wieder antue. Aber die Freude der Anwohner und interessierten Besucher über die neuen Kunstwerke zu spüren, hat alle Zweifel schnell wieder verschwinden lassen. Besonders erfreulich ist auch die Wertschätzung, die uns als Organisatoren entgegengebracht wurde – und bis heute entgegengebracht wird.“
Ihren feierlichen Abschluss fand die Aktionswoche zur Museumsnacht am 11. Juli im „Monochrom“ in den Räumlichkeiten der Kuttercrew. Dort gaben die beteiligten Künstler bei einem Artist Talk spannende Einblicke in ihre kreative Arbeit und deren Hintergründe.















Dank
Dieses besondere Projekt konnte durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadtbau Aschaffenburg und die großzügige Unterstützung des Kulturamts Aschaffenburg realisiert werden. Wir von PROFITEC freuen uns, Teil dieses beeindruckenden Vorhabens gewesen zu sein, und bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten.
Ein besonderer Dank gilt Markus Christl, der das Projekt mit großem Engagement organisiert, koordiniert und über den gesamten Verlauf hinweg begleitet hat. Sein Einsatz und seine Unterstützung haben maßgeblich zum erfolgreichen Gelingen des Projekts beigetragen.
Organisation: Musik-, Kunst- und Kulturinitiative Aschaffenburg e.V.
Fotos: Markus Christl
Bautafel:
Objektname:
Aschaffenburger KulturTage 2026 – Murals im Stadtteil Damm
Objektgröße:
Ca. 610 Quadratmeter Gesamt-Fassadenfläche
Verarbeiter:
Jeroo, Horst, Akut, Mr. Woodland und Marc Robitzky
PROFITEC Fachberater:
Oliver Leidel
Großhandel:
Schmitt und Orschler
Verarbeitungszeitraum:
Juli 2026
Verwendete Produkte:
P409 SuperSilicon und P444 Rissgrund FX









